Konzept:  

 

 

Urban Lies ist eine Produktionsplattform, deren Idee es ist, verschiedene Künstler vorzustellen. Unterschiedliche Arbeitsweisen und Ästhetiken verknüpfen sich durch assoziierte Gedanken und gemeinsame Interessen und verdichten sich zu Themenschwerpunkten. Die Plattform präsentiert diese Themenschwerpunkte und die Besonderheiten der unterschiedlichen Ansätze und künstlerischen Ergebnisse. Konkrete gemeinsame Arbeit in wechselnden Konstellationen, wie auch loser Austausch führen hier Performer, Schauspieler, Regisseure und Autoren zusammen. Aus gemeinsamen Arbeitserfahrungen und Kooperationen bildet sich ein Geflecht von Beziehungen und Verführungen zu Projektarbeiten in allen denkbaren und undenkbaren Formaten, seinen sie abendfüllend oder rahmensprengend. Freischaffende Künstler, wie auch wissenschaftliche oder fachspezifische Gäste werden eingeladen. Der Kooperation mit Institutionen außerhalb künstlerischer Produktionsprozesse kommt besondere Bedeutung zu. So hat Urban Lies Projekte mit Hilfe und Unterstützung von Schulen, der Humboldt

 

Universität zu Berlin, dem Deutschen Architektenzentrum, Stadtmarketingagenturen und verschiedenen Wirtschaftsunternehmen durchgeführt. Sowohl Institutionen und Programmmachern als auch der interessierten Öffentlichkeit steht dieses Portal offen, um sich sowohl über Tendenzen, wie auch über die unterschiedlichen Projekte im Einzelnen zu informieren.

Folgende Themenschwerpunkte haben sich in den vergangenen Jahren
herausgebildet

  Urbanes Leben, Stadtentwicklung und Städteportraits   „Ersatzverkehr“, „Oh Weser, Du Schicksalsstrom“, „Gewitter in Bunt“.......
  Wissenschaften und Gemeinsinn „Superposition. Eine Wissensgesellschaft“, „Passanten/Demonstranten“, „Sphärenversammlung“, „Psychonaut“ (in Arbeit)
  Jugend „Großer Sprung (nach Vorne schauen!)“, „Ausland“, „Alkohol“ (in Arbeit)
 

Identität und Authentizität

  „Vorsicht mit der Axt, Eugnen“
  Urban Lies wurde 1999 von dem Regisseur, Autor und Performer Lajos Talamonti gegründet.
Projekte, die im Rahmen von Urban Lies erforscht werden, beschäftigen sich mit der Lebenswirklichkeit am Anfang des 21. Jahrhunderts. Sie benutzen Dokumente, Musik, Filme, Texte, Bildende Kunst, Werbung und mediales Rauschen, fiktionale und reale Situationen, alltägliche Beobachtungen, wissenschaftliche und literarische Vorlagen um durch Mischung, Loopen, durch Vereinfachung, Verwirrung und Potenzierung eigenständige und anregende künstlerische Arbeiten zu schaffen. Sie greifen auf historische Stoffe zurück, speisen sich aus Selbstbeobachtungen und aktuellen Geschehnissen und wagen Ausblicke in die Zukunft, um ein tieferes Verständnis und Gefühl für unsere Zeit zu entwickeln, um das scheinbar fest gefügte Reale für Veränderungen zu öffnen, es denk –, leb – und formbar zu machen.
Die Arbeiten stehen in der Tradition des Performativen und Postdramatischen Theaters. In diesem Sinne gibt es weder vorbestimmte Orte noch prädestinierte Themen, die sich mehr als andere zur theatralischen Realisierungen eignen würden.
Alle Projekte sind Neuschöpfungen, in denen die Kontaktsituation zwischen Performern und Gästen ortsspezifisch entwickelt wird.